Lunar X-Prize: Wettlauf zum Mond bringt neue Player ins Spiel

Die erste Mondlandung 1969 feiert bald 50igsten!

Neil Armstrong, erste Mensch auf dem Mond, der einen der berühmtesten Sätze der Menschheitsgeschichte gesprochen hat, „ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Schritt für die Menschheit“, ist 2012 verstorben und musste mitansehen, wie die anfängliche Euphorie in den 60er und 70er Jahren, die Menschheit solle das All erkunden, immer mehr schwand.

Neil-Armstrong-erster-Mensch-auf-dem-Mond

Zwar wurden auch nach der ersten Mondlandung noch weitere bemannte Mondlandungen durchgeführt, doch das Apollo-Programm wurde 1972 wieder eingestellt. Später konzentrierte sich vor allem die europäische und amerikanische Raumfahrt auf die Entsendung von Sonden zum viel weiter entfernt liegenden Himmelskörper Mars.

Doch warum wurden kaum mehr Unternehmungen ins Auge gefasst, um den Himmelskörper zu erreichen, den wir Abend für Abend über unseren Köpfen sehen können?

Tatsächlich haben einige Raumfahrt-Organisationen, darunter die von Japan, Malaysia, China und Russland, angekündigt, wieder Mondflüge unternehmen zu wollen und sogar Mondstationen zu planen.

Der neue Wettlauf zum Mond
Interessant ist, dass es nun auch Anzeichen dafür gibt, dass es neben den staatlichen Raumfahrtorganisationen auch private Player geben wird, die beim Wettlauf zum Mond an den Start gehen. Während Flüge ins All durch private Unternehmen bereits heute in greifbare Nähe gerückt sind, soll nun auch die Mondforschung durch private Initiativen bereichert werden.

Eine Inititiative, die diesem Vorhaben kräftigen Vorschub liefert, ist der Google Lunar X-Prize. Aktuell arbeiten noch 16 Teams aus Wissenschaftlern, Forschern und Abenteuern daran, den mit 30 Mio. Dollar dotierten Lunar X-Prize für sich zu gewinnen und die erste private Mondlandung zu bewerkstelligen.

Das israelische Team SpaceIL ist diesem Ziel erst vor kurzem einen großen Schritt näher gekommen, indem ein Vertrag mit SpaceX unterzeichnet werden konnte. Dieser sieht vor, dass das Raumfahrzeug von SpaceIL mit einer Falcon9-Rakete von SpaceX die erste Strecke bis zum Mond schaffen soll. Danach wird die Kapsel ausgeklinkt und die eigene Navigation genutzt, um die Oberfläche des Mondes zu erreichen. Die Landung auf dem Mond soll schon 2017 erfolgen!

Das israelische Team hat mit dem Vertrag die Nase vorn, allerdings auch die Frist für alle anderen Teams verlängert. Diese haben nun die Möglichkeit, bis Ende 2016 ihrerseits entsprechende Verträge zu sichern, um ihre Raumschiffe ins Weltall zu bringen und damit am Lunar X-Prize teilzunehmen. Der Wettlauf zum Mond ist damit also in eine neue, heiße Phase eingetreten und könnte spannender nicht sein. Wir dürfen gespannt sein, wie die private Raumfahrt unseren Blick auf den Erdtrabanten möglicherweise in den nächsten Jahren noch verändern wird.

Lunar X-Prize: http://lunar.xprize.org

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